Durchdrehen oder Durchatmen

Kennst Du auch diese langweiligen Sitzungen: einer redet, niemand beteiligt sich, alle sind abwesend. Dir bringt dieses Meeting gar nichts. Warum diese Zeit nicht nutzen für ein paar unsichtbare Atemübungen?
Können wir tief durchatmen, können wir uns entspannen. Oft fällt es uns nicht ein, unseren Atem zu Hilfe zu nehmen. Das will geübt sein. Niemand atmet ständig in den Bauch und ist mit dem Atem verbunden. Es lohnt sich, auf den Atem zu achten. Wir atmen ca 20.000 mal täglich und doch bekommen wir manchmal kaum Luft.

Wenn wir gestresst sind, ist unser Atem flach und gepresst. Wir verlieren Haltung, der Atem hat keinen Raum mehr. Doch sobald wir uns mit dem Atem verbinden, ihn wahrnehmen oder ihm lauschen, kehrt Ruhe ein.

Wir hetzen den ganzen Tag von Aufgabe zu Aufgabe, von Telefonat zu Telefonat. Um dieses Hamsterrad für einen Moment zu unterbrechen, hilft es, tief durchzuatmen. Schon während Du hier liest, atme einfach tiefer und entspannter. Überlasse Dich für einen Moment Deinem Atem. Je öfter Du dies machst, desto einfacher kannst Du Dich selbst mithilfe des Atems beruhigen. Dieses Üben lohnt sich – und wir atmen ja sowieso.
Im Yoga gehen wir übrigens davon aus, dass Du schon perfekt bist. Du musst keine Ziele erreichen, nichts leisten, Dich nicht optimieren. Es ist, wie es ist. Du bist, wie Du bist. Yoga ist der Raum, in dem ich zu mir komme, mich wahrnehme, mich wieder mit mir selbst verbinde. Dies ist eine Reise fürs Leben: Bei mir ankommen und bei mir sein. Wie oft verliere ich mich, verzettle ich mich im Alltag.
Der Atem hilft mir bei dieser Reise – auf dem Weg zu mir.

Mini-Yoga für für den Schreibtisch
Nimm drei tiefe Atemzüge, lege Deine Hände auf den Bauch und beruhige Dich, verbinde Dein Bewußtsein mit dem Atem.
Dehne, strecke und räkle Dich, damit Dein Atem Raum und Weite hat.

Bei Ärger
Wenn Du Dich das nächste Mal aufregst und Grund zum Durchdrehen hast: Atme erst einmal tief durch und raste dann erst aus…

Unterwegs
Atem tief ein und aus, wenn Du in draußen bist. Verbinde Deine Schritte mit dem Atem: Atme vier Schritte ein und vier Schritte aus.

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